Haupterzeugnislinie EDVA / ESER - Technische Daten -
Zusammenfassung

EC 1040

Typ

EC 1040: ESER-EDVA der Reihe 1

Prozessor: EC 2640

Vorgänger

Modell R 21 – nicht in ESER- Nomenklatur

Gebaut

IV / 1973 bis 1981,

Betriebssysteme

  • 143 Befehle

  • DOS EC

  • OC- EC  / MFT, OC- EC /MVT (Multiprogrammbetrieb mit fester / variabler Jobanzahl) 

Hauptspeicher

  • max. 1 MByte ( 256 KByte pro Schrank)

  • Zugriffszeit: 450 ns

  • Zykluszeit : 1,35 µs

  • Aufrufbreite: 4 Byte

Technische Parameter

  • 380.000 Operationen /sec nach ESER I

  • 412.000 Operationen /sec nach GIBSON 3E

  • Bauelementebasis TTL 1/TTL 2

  • 1 Multiplexkanal/ 256 Subkanäle

  • bis 6 Selektorkanäle ; max. Datenrate im Selectmodus 1300 KByte/sec

Bemerkungen

  • ca. doppelte Leistung einer IBM 370/145

  • Hochzuverlässiger Ferritkern- Arbeitspeicher

  • Mikroprogrammspeicher magnetischer Festspeicher;arbeitet mit Befehl-Vorauslese

  • Für Mainframes der 70er Jahre typischer hoher Platz- und Energiebedarf.

Vorzugsperipherie des Modells

  • Lochbandstation EC 7902 (DDR)

  • Abfrageeinheit EC 7073(DDR)

  • Paralleldrucker EC 7031 ( DDR)/ EC 7033 (VRP)

  • Magnetbandsystem EC 5017(DDR)  /EC 5517 (VRP)

  • Magnetplattenspeichersystem:EC 5055 (7,25 MB, DDR )mit  EC 5555; EC 5061( 29 MB VRB ) mit EC 5561 

EC 1055

Typ

EC 1055: ESER -EDVA der Reihe 2 , Prozessor: EC 2655

Vorgänger

EC 1040

Gebaut

1980  bis 1983; ca. 250 Stück

Betriebssystem:

  • 173 Befehle (ESER II) + 2 Emulationsbefehle+ 37 Mamo- Befehle
  • OC-6.1  EC/ SVS ( System mit virtuellem Adressraum, ca. 35 % USER-Anteil,  dh. Erhöhung um ca. 30% gegenüber MVT und ca. 100% gegenüber DOS) 

Hauptspeicher

o        1024 oder 2048 KByte

o        Halbleiterspeicher  1 MByte in 1 Schrank[2], ersetzt vergleichsweise 3 Schränke des EC 2640- Speichers;

  • 1 MByte enthält 4 Moduln zu 256 KByte mit 36 Doppel- Steckeinheiten,
    Einsatz  von 1KBit MOS U 253;

o        Zugriffszeit : 1200 ns.

o        Zykluszeit : 380 ns

o        Aufrufbreite: 8 Byte

o        autom.ECC Fehlerkorrektur

Technische Parameter

  • Konzept des virtuellen Speichers
  • 450.000 Operationen /sec nach ESER I
  • Gleitkommaarithmetik / doppelte Genauigkeit
  • Bauelementebasis TTL 2, MOS- Speicher-SK 1KBit
  • Max. 5 Kanäle :

o        bis 4 Blockmultiplexkanäle; 1,5 MByte/s, 3 MByte/s

o        max. 2 Bytemultiplexkanäle ; 40 KByte/s multiplex; 1,5 MByte/s Stoßbetrieb

  • Kanal- Kanal- Adapter für ESER I und ESER II
  • Anschlußmöglichkeit Matrixmodul
  • Neuartiges Bedienkonzept mit bildschirmorientierter Konsole/ Druckwerk EC 7069
  • Befehlsvorbereitung mit Überlappung der Verarbeitungsprozesse
  • Mikroprogrammspeicher : magnetischer Festspeicher 8K Befehle , ca. 50% davon Testbefehle; ladbarer Zusatzspeicher

Peripherie- Ausstattungs-Möglichkeiten des Modells

  • Bedieneinheit EC 7069 ( integriert) (DDR)
  • Lochkartenleser EC 6016 und EC 6019 (1000 Karten / Minute)
  • Lochkartenstanzer EC 7013, EC 7014, EC 7017 (180 oder 250 Karten / Minute)
  • Lochbandeinheit EC 7002 (DDR)
  • Lochbandleser EC 6022 (1000 oder 2000 Zeichen / Sekunde), 5 oder 8 Datenspuren
  • Lochbandstanzer EC 7022 (150 Zeichen / Sekunde), 5 oder 8 Datenspuren

Fortsetzung Peripherie- Ausstattungs-Möglichkeiten des Modells

  • Wechselplattengeräte EC 5061 (29 MByte), EC 5066 (100 MByte), EC 5067 (200MByte)
  • Magnetbandgeräte EC 5002, EC 5004, EC 5017-02 (DDR) für Geschwindigkeit von 64 KByte/s oder 190 KBytes/s
  • Paralleldrucker EC 7031(DDR) , EC 7033, EC 7037, EC 7039 für Ausgabegeschwindigkeiten 800-1800 Zeilen / Min, lateinisch oder kyrillisch
  • Mikrofilm-Ausgabegerät EC 7602 (DDR)
  • Bildschirmsystem (Terminal) EC7920 mit Nahanschluss oder Fernverbindung auch für Druckeranschluss
  • Fernverarbeitungs-Multiplexor (Steuergerät) EC 8404 (DDR) zur simultanen Fernverarbeitung mit großer Zahl Ein- und Ausgabegeräten
  • Plotter EC 7051, EC 7052, EC 7053, EC 7054
  • KKA
  • MAMO

Bemerkungen

Wesentlichste System-Fortschritte :

  • System des virtuellen Adressraumes
  • neues Kanalkonzept der Reihe 2;
  • neues, leistungsfähiges  Bedien- und Diagnose- Konzept
  • Beginn der systemtechnischen Unterstützung der Datenfernverarbeitung mit wesentlicher Gerätepallete
  • deutliche Material- und Energieökonomie gegenüber EC 2640
  • Prototyp- Orientierung IBM 370/xx
  • wesentlichster technisch- technologischer Fortschritt : Einsatz Halbleiterspeicher
  • 4-fach überlappender Speicheraufruf beibehalten

EC 1055 M

Typ

EC 1055M , ESER-EDVA der Reihe II, Modernisierung ersten Grades

Prozessor : EC 2655M

Gebaut
  • 1981-1986 ; ca. 700 Maschinen produziert
Betriebssystem:
  • 182 Befehle (ESER II- erweitert )
  • OC-6.1  EC/ SVS
  • OC SVM ( System zur Verwaltung mehrerer unabhängiger virtueller Maschinen  auf einer realen EDVA)
Hauptspeicher
  • 1 MByte, 2 MByte, 3 MByte oder 4 MByteHalbleiterspeicher  auf Basis 16 KBit-SK  reduziert Gesamtaufwand des   Zentralprozessors bei 4 MByte auf 2 Schränke im Vergleich zu 4 Schränken für  2 MByte des Vorgängers
  • Zykluszeit : 600 ns Aufrufbreite: 8 Byte / vierfache Überlappung
  • autom. ECC Fehlerkorrektur

 

Technische Parameter

  • Die EC 2655M ist eine technisch- technologische Modernisierung der EC 2655, die vorrangig den verfügbaren technischen Fortschritt konsequent in Anwendernutzen und Fertigungs-Ökonomie umsetzt;
  • 480.000 Operationen /sec nach ESER I/ GIBSON
  • Bauelementebasis TTL 2, bipolare RAM, MOS- Speicher-SK 16KBit dyn.
  • Einsatz ladbarer Mikropragrammspeicher (8K Befehle) auf LSI- SK-Basis
  • Mikroprogrammierte Steuerprogramm- Unterstützung für das Betriebssystem SVM–EC
  • Max. 5 Kanäle :Gesamtübertragungsrate ca. 7 MByte/s
    • bis 4 Blockmultiplexkanäle; 1,5 MByte/s , 3 MByte/s
    • max. 2 Bytemultiplexkanäle ; 40 KByte/s multiplex; 1, 5 MByte/s  Stoßbetrieb
  • Erweitertes Bedien- und Diagnosekonzept mit EC 7069M auf Basis Mikroprozessor- Konzeption
  • Einsatz einer Stromversorgung modernster Bauart (Konzept Schaltnetzteil) , damit wesentliche Erhöhung des Wirkungsgrades
  • Reduzierung Schrank- und Flächenaufwand bei doppeltem HS-Ausbau auf 50%
  • Kanal- Kanal- Adapter und Anschlußmöglichkeit Matrixmodul beibehalten
  • Vollwertiges Angebot des  Bildschirmsystems EC 7920M (analog IBM 3270) für intensive Dialogarbeit  :
    • Gerätesteuereinheit   EC 7920.01M für 32 bis 1200 m aufgestellte Bildschirmgeräte  EC 7927.01M + Terminaldrucker EC 7934.01M
    • über Datenfernverarbeitungskanäle angeschlossene ferne Gerätesteuereinheit EC 7920.11M für 32 Bildschirmgeräte EC 7927.01M + Drucker EC 7934.01. und das
  • über DFV angeschlossene  Einzelterminal ( EC 7925.01M ) 

Bemerkungen

Wesentlichste Aspekte des techn. Fortschrittes waren :

o        der Einsatz der nächsten Generation Halbleiterspeicher ,

o        Effekte des Schaltnetzteil- Konzeptes und des

o        Halbleiter- Mikroprogramm- Speichers

Das ermöglichte bei gleichzeitiger Verdopplung des Hauptspeichers auf 4 MByte insbesondere

  • die Reduzierung der Leistungsaufnahme von ca. 7,8 KW auf ca. 4 KW.und

  • die deutliche Senkung des Arbeitsaufwandes durch Verringerung der Anzahl der Schrankeinheiten von 4 auf max. 2.

 

  EC 1056

Typ

EC 1056 : ESER- EDVA der Reihe 2 („Modernisierung zweiten Grades“)

Gebaut

  • 1985-1988 ; ca. 120 Maschinen produziert

Hauptspeicher

  • 2 MByte, oder 4 MByteHalbleiterspeicher  auf Basis 64 KBit- SK  reduziert Gesamtaufwand des Zentralprozessors bei 4 MByte auf 1 Schranke
  • Zykluszeit : 600 ns
  • Aufrufbreite: 8 Byte / vierfache Überlappung
  • autom. ECC Fehlerkorrektur

Betriebssystem

·         182 Befehle (ESER II-erweitert )

·         OC- 7.1 EC

·         OC- SVM 3.3. EC

Technische Parameter

  •  Im Mittelpunkt der Entwicklung der  EC 2656 stand die weitere technisch- technologische Modernisierung der EC 2655M , die vorrangig den verfügbaren  technischen Fortschritt konsequent umsetzt, sowie der DDR im ESER ein gleichwertiges 6er Modell sicherte

  • Zwecks weiterer Steigerung der Operationsgeschwindigkeit und der Nutzung bestimmter Eigenschaften der mit der UdSSR gemeinsam geplanten Operationssysteme wurde ein interner Datenpuffer zwischen Hauptspeicher Verarbeitungseinheit integriert der eine, höhere Arbeitsgeschwindigkeit ermöglichte

  • 538.000 Operationen /sec nach ESER I

  • Bauelementebasis

  • TTL 2,

  • TTL-S ( Schottky-TTL  RGW - Importe)

  • Bipolare RAM und PROM (Importe)

  • Unipolare RAM-SK dyn.( UdSSR und DDR-Eigenproduktion )

  •  weitere Geschwindigkeitsverbesserung des ladbaren Mikropragrammspeicher    (8K Befehle)

  •  Implementierung einer mikroprogrammierte SVM–EC Steuerprogramm-

  • Unterstützung einschließlich Beschleunigungseinheit für SVM–EC

  • Bereitstellung des Bedien- und Serviceprozessors EC 1556 incl. Funktionserweiterungen gem. Operationsprinzipien

  • max. 5 Kanäle :Gesamtübertragungsrate ca. 7 MByte/s.

  • bis 4 Blockmultiplexkanäle; 1,5 MByte/s, 3 MByte/s.

  • max. 2 Bytemultiplexkanäle ; 40 KByte/s multiplex; 1,5 MByte/s Stoßbetrieb

  • erbessertes  Bedien- und Diagnosekonzept mit EC 7069M  auf Basis Mikroprozessor- Konzeption

Bemerkungen

Die EC 1056 war ein technisch- technologischer Zwischenschritt der EDVA- Linie, der auch bereits Logikkomplexe von ESER III enthielt und damit auch der Entwicklungssicherheit diente. Die Notwendigkeit der Bereitstellung der EC 1056 war aus heutiger Sicht eher marketing- orientiert.

Die EDVA–Linie hatte im RGW zu diesem Zeitpunkt eine Spitzenstellung im Qualitätsniveau.

Dazu ein indirekter Beweis:Im FG E2 wurde dank einer gewissen Kapazitätsreserve in dieser Phase der EC 1056 der Fernamts-Vermittlungs- Steuerrechner NEWA/ NEWA 1M bearbeitet, ein Spezialprodukt  für das Ministerium für Post- und Fern-meldewesen  der UdSSR (eine Original- Entwicklung ohne jegliche Anleihen, z.B.  beim ähnlich ausgerichteten Vermittlungssteuerrechner ESWD der Fa. Siemens).  Es galt die spektakuläre Verfügbarkeitsforderung:“zulässige Gesamt- Dauer aller Systemausfälle max. 2 Stunden innerhalb 20 Betriebsjahren“ .

Der Rechner NEWA wurde grundsätzlich mit der gleichen Entwurfstechnologie und gleichen technischen Lösungen, wie die ESER- EDVA durch Spezialisten der EDVA-Kernteams bearbeitet. Die technologische Basis und Qualitätskultur der DDR war die einzige im RGW verfügbare, die derartige Konzepte erfolgreich umzusetzen imstande war.

Das systemtechnische Konzept war eine Gemeinschaftsentwicklung mit dem Akademieinstitut für Steuerungssysteme der AdW der Ukraine. Es basierte auf einem modularen Redundanzprinzip, gekoppelt mit leistungsfähigen Diagnosemitteln und integrierten automatischen Konfigurationsmitteln. Die Systemforderung „Systemausfall max. 2h/ 20 Jahre “ wurde mit Stand 1999 in der Praxis eingehalten.

Bis 1992 (!) wurden 61 Stueck NEWA1 und NEWA 1M in die UdSSR exportiert [3]).

  EC 1057

Typ

EC 1057 : ESER-EDVA der Reihe III

Prozessor: EC 2657

Gebaut

IV 1987. bis 1990

Betriebssystem

  • 203 Befehle ( Befehlsliste ESER III )
  • Komplex OC -7.2. EC mit SVS- 7.2 EC und SVM- 3.5 EC
  • OC–MVS ES Ausgabe 2 (ab 1989) zur vollständigen funktionellem Nutzung von ESER III

Hauptspeicher

  • max. 4, 8, oder 16 MByte,
  • Halbleiterspeicher  auf Basis 256 KBit- SK /  reduziert Gesamtaufwand des Zentralprozessors bei 16 MByte und 2 Prozessoren auf 2 Schränke.
    • 4 MB oder 8 MB  für Einprozessor- Konfiguration
    • 8 oder 16 MB für Doppelprozessorkonfigutaion
    • Zykluszeit : 540 ns
    • Aufrufbreite: 8 Byte
    • autom. ECC Fehlerkorrektur
    • 4-fach überlappender Datenpuffer mit dynamischer Adressumsetzung

Technische Parameter

  • Die EC 2657 ist die erste echte Maschine der Reihe 3 der DDR  und enthält
    wesentliche funktionelle Neuerungen, die insbesondere auch für MVS-ES
    (mehrfacher virtueller Adressraum) und für erhöhte Sicherheitsforderungen bedeutsam sind. Sie ist ein technisch- technologischer Neuentwurf, in dem viele logische Lösungsteile der EC 2656 weiterentwickelt wurde.
  • Durch strukturelle Optimierungsarbeiten der Verarbeitungsstruktur (z.B. Doppelkomplex des Datenpuffer mit 8 fach assoziativer Organisation) und  schneller Bauelemente gelang es, für die Einprozessorvariante eineOperationsgeschwindigkeit von 1.000.000 Operationen /sec nach GIBSON III E zu erreichen
  • Erstmals wurde eine echte Doppelprozessor- Konfiguration realisiert, die ca. 1.500.000 Operationen /sec ( ESER I/ GIBSON) realisiert.
  • Doppelprozessor-Konzept:

Ø      .zwei logisch und konstruktiv gleiche Prozessoren und ein gemeinsames E/A- Steuersystem / Kanalsystem arbeiten unter Steuerung eines einheitlichen Betriebssystem und unter Einsatz einer mikroprogrammgesteuerten gemeinsamen Koppeleinheit in einem gemeinsamen Hauptspeicher.

Ø      zur Anbindung der Kanäle dient eine Kanalsatz-Steuerung 

Ø      der Platz des zweiten Prozessor ( attached Prozessor) liegt im zweiten Schrank ; er ist auch unter Feldbedingungen nachrüstbar; .

Ø       erweiterte Systemschutz- Mittel und Doppeladressraumeinrichtung für Segment- und Seitenschutz, Adressraum- Schutz u.a.m.

  • Bauelementebasis .

Ø      TTL 2,

Ø      TTL-S ( Schottky-TTL  RGW-Importe)

Ø      Bipolare RAM und PROM (Importe)

Ø      Unipolare RAM-SK dyn.( UdSSR und DDR-Eigenproduktion )

Ø      Dyn. RAM  Speicher-SK 256KBit.

  • Einsatz ladbarer Mikroprogrammspeicher (8K Befehle) auf LSI- SK-Basis
  • Weiterführung der  Steuerprogramm- Beschleunigungseinheit für das Betriebssystem  SVM –EC aus dem Entwurf der EC 2656
  • Bereitstellung des Bedien- und Serviceprozessors EC 1557 incl. Funktionserweiterungen gem. Operationsprinzipien der ZE
  • Max. 5 Kanäle :Gesamtübertragungsrate ca. 7 MByte/s.bis 4 Blockmultiplexkanäle; 1,5 MByte/s , 3 MByte/s.
  • max. 2 Bytemultiplexkanäle ; 40 KByte/s multiplex; 1, 5 MByte/s Stoßbetrieb
  • Einsatz einer Stromversorgung modernster Bauart (Konzept Schaltnetzteil)
  • Reduzierung Schrank- und Flächenaufwand bei HS-Ausbau auf 16 MByte und Zweiprozessor- Konfiguration auf 50% (1,74 m2) und des Energiebedarfs auf ca. 5 KW ( Doppelprozessor- Konfiguration)
  • Kanal- Kanal- Adapter und Anschlußmöglichkeit Matrixmodul beibehalten
  • Angebot des Bildschirmsystems EC 7920M (analog IBM 3270) für intensive Dialogarbeit beibehalten
  • Datenfernverarbeitungskonzept wesentlich durch Varianten des DFV –Prozessors EC 8371 und durch Terminal- Einsatzes der ESER-PCEC 1834.01 erweitert.

Peripherie- Ausstattungs-Möglichkeiten des Modells

  • Der Modellbestand der DDR- Modelle wurde durch handelspolitische Schwierigkeiten der RGW-Kooperation und der sinkenden Eigenrealisierung durch DDR-Betriebe ein permanter Schwachpunkt auf dem Innenmarkt, während sich z.B. die russischen Anwender infolge Eigenaufkommens bei Plattensubsystemen und Magnetbandtechnik teilweise  weniger gravierenden Defiziten ausgesetzt sahen. Allgemein bestand ein besonderes Defizit bei Plattennspeicher- Kapazität, schnellen Paralleldruckern und in Lösungs-Angeboten zur graphischen Datenverarbeitung (auch bei IBM war „Graphik“ lange Zeit Stiefkind!)
  • Zur Bereitstellung der sehr leistungsfähigen Maschine EC 1057 mit adäquater Peripherieausstattung erfolgten zunehmend  intensivere Bemühungen der DDR-Teiles des RCK und wurden teilweise mit guten Tendenzen „belohnt“. Es wurden deutliche Verbesserungen auf folgenden Gebieten in Aussicht gestellt: 
  • Plattenspeichersubsysteme  EC 5665 ( 635 MB) EC 5063 (317 MByte), EC 5067 (200 MByte), zugehörige Steuergeräte ;
  • Nichtmechanischer Paralleldrucker aus DDR- Aufkommen EC 7230 (DDR) mit   20 A4- Seiten / Minute , EC 7033, EC 7037, EC 7039 für Ausgabe-  geschwindigkeiten 800-1800 Zeilen / Min, lateinisch oder kyrillisch
  • graphisches Subsystem EC 7945 (DDR) zur weitgehend freien Konfiguration   von graphischen Arbeitsplätzen unter Steuerung durch das „Graphische   Kernsystem“ GKS mit:

Ø       Intelligentes graphischer Terminals EC 7945.12

Ø       graphisches Tablett EC 7945.13

Ø       Digitalisiergerät EC 7945.14 und

Ø       Plotter EC 7945.15

  • Bereitstellung einfacher Daten-Fern-Verarbeitungs(DFV)-Konfigurationen mit DFV- Multiplexor EC 8404M ( unter Emulation von BTAM und TCAM / NF
  • Bereitstellung komplexer  Daten-Fern-Verarbeitungs(DFV)-Konfigurationen mit DFV-Prozessor EC 8371.01 mit BTAM und TCAM / NF; der Einsatz von 16 Bit Terminals auf Basis ESER-PC war neben Lösungen mit EC 7920M in Vorbereitung.

Bemerkungen

Wesentlichste Aspekte des technischen Fortschrittes:

  • Die EC1057 war die erste kommerziell verfügbare ESER-EDVA der Reihe 3 der oberen Leistungsklasse und verfügte über sehr moderne, in Kooperation mit der UdSSR weitgehend eigenentwickeltes Betriebssysteme. (OC-7.2 EC , OS-2 MVS EC)
  • Das Qualitätsimage der Robotron- Erzeugnisse einerseits, sowie die Tatsache, dass der technologische Fortschritt der UdSSR (bei kontinuierlicher Entwicklung) nicht eher als in 4-5 Jahren einen Leistungsprung möglich erscheinen ließ, gab der Produktion der EC 1057 eine gute Prognose.
  • Eine Lösung weitgehend analog zur Nachfolgekonzeption der EC1057 – die EC1150 des ESER-Reihe IV auf Basis CMOS–Gate Arrays erschien ca. 1993 in abgewandelter Form als eine Mainframe-Linie der IBM.
  • Es bestand keinerlei wirtschaftliche oder systemtechnische Notwendigkeit, dass sich unter den bekannten Bedingungen die Leitung des Kombinates Robotron und das Ministerium EE ab ca. 1886 von der Perspektive der ESER-EDVA distanzierte, denn es war klar absehbar, dass die 32-Bit-VAX-Linie mit Modellen größerer Leistung wenige Zeit später in die gleichen technologischen Widersprüche geraten würde, wie die ESER-Linie. Eine Adaptions- Entwicklung war darüber hinaus nicht fähig, den Fortschritt der CMOS-Technologie für eigene logische Entwürfe zu nutzen.

 

Eine Anmerkung zum Potential des ESER im Markt Russlands:

Ø      Im Zeitraum 1990-1995 verkaufte IBM bzw. IBM-Partner in Russland ca. 500   IBM-EDVA -viele davon second hand-zwecks Weiterführung laufender Anwendungs-Projekte

Ø      die IBM-Kompatibilität des E/A-Interfaces ermöglichte eine problemlose Aufwertung oder den Tausch der Systenperipherie durch Importe aus westlichen Industriestaaten.

Ø      die Prozessor-Kompatibilität auf Niveau /370 ermöglichte der enormen Zahl der ESER- Anwender in der UdSSR einen problemlosen Einsatz/Ersatz der Original- IBM-Betriebssysteme bei vollem Erhalt der Anwendungslösungen .

Ø      Anfang der 90er waren in der UdSSR noch ca. 10.000 ESER –Mainframes[4] im zivilen Bereich im Einsatz, darunter ca. 1200 EDVA aus DDR- Lieferungen

Ø      Die o.g. überwältigend günstigen systemtechnisch bedingten Bedingungen für IBM-Importe waren der Grund, dass alle nichtkompatiblen Angebote, z.B. BS 2000 , keine realen Chancen im Ostblock hatten .


[1] ) Siehe dazu u.a. sehr detaillierte Berichte in den  Heften der Zeitschrift „Rechentechnik und Datenverarbeitung“ / ISSN 0374-2385/ Verlag: Die Wirtschaft

[2] Die standardisierte Basiskonstruktion des ESER war ein „Klassenmerkmal“ und war weitgehend einheitlich für alle Prozessoren und Steuergeräte aller Länder. Die Basiskonstruktion bestand aus der Hierarchie

-          „Schrank“

-          „Paneelrahmen mit  je 3 Elektronik-Paneelen/ 2 Rahmen im Schrank + Mittelteil für Kabelführungen u.a. “

-          „Paneel mit 40 Einfachsteckeinheiten  oder  20 Doppelsteckeinheiten“. Elektronik- Steckeinheiten hatten Standard- Maße und standardisierte indirekte metrische Steckverbinder ( 104 Kontakte ESER 1, 135 Kontakte ESER 2 ) .

Neben den Standards zur Basiskonstruktion existierten eine Fülle Normativdokumente , deren Einhaltung eine wichtige Voraussetzung eines erfolgreichen Exports in die UdSSR war, wie z.B. „ Exportlieferbedingungen“ , „Technische Bedingungen ( Transport-  Lagerbedingungen)“,“Technische Prüfbedingungen“, „Einsatz mikroelektronische Bauelemente“ ,…  

[3] Der Export der NEWA in die UdSSR erfolgte  zu spektakulär günstigen Konditionen bis zur Währungsumstellung, die auch den sog. Transfer- Rubel betraf. Die Einführung des Kurs „Mark der DDR zu DM  wie 2:1“ auch im Osteuropa- Export war der Todesstoss für de facto alle Ostexporte der neuen Länder . Lediglich wegen des Zwanges zur Fertigstellung bestimmter Investments in Russland wurde NEWA 1M noch bis 1992 gekauft.

[4] siehe hierzu die Veröffentlichung des Generalskonstrukteurs des ESER V.W. Prischijaklkowskij