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40 Jahre
nach Gründung der MRK RT- eine Rückblick aus Sicht des
Jahres 2009 |
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Anliegen dieses
Artikels ist es,
rückblickend aus Sicht des Jahres 2009
-
anlässlich des "40
Jahrestages" des Abschlusses des MRK- Abkommens
(23.12.1969) Gedanken zu
einer - hypothetischen- Extrapolation zu den
Chancen der Rechentechnik in den Ländern des Ostblockes/ ESER
nach 1990 - dem Zeitpunkt des Zusammenbruchs des
Bündnisses- zu geben ( vorrangig für
die DDR und Russland)
-
Aspekte zur
historischen Bewertungen der Lebensleistung der Menschen in der DDR- Rechentechnik und dem "inneren Zusammenhang" dieser
Leistungen zum Staat DDR zu formulieren.
40 Jahre nach Unterzeichnung des
MRK- Abkommens Rechentechnik
:
An dieses
Datum, den 23.12 1969, erinnert
bezüglich der Epoche vor 1990
das Gesamt- Material dieser Seiten.
ESER war unter
seinen
historischen Rahmenbedingungen
nicht nur ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein
Beispiel der Schöpferkraft und des Leistungspotentials
der Mitarbeiter der beteiligten Betriebe und Institute,
ein durchaus positives Beispiel der Möglichkeiten, in
einer solchen Wirtschaftskooperation, wie dem Block der
RGW- Staaten, gute Ergebnisse zu
erarbeiten und wirtschaftlich nutzbringend zu vermarkten.
Die erfolgreiche Arbeit
an der Schaffung und Nutzung von drei Generationen
leistungsfähiger Rechnersysteme, geschaffen im Verbund
großer Teams der Teilnehmerländer des MRK- Rechentechnik- Abkommens
(siehe auch "), war bezüglich der historischen Bewertungen der
Lebensleistung der beteiligten Menschen in der DDR-
Rechentechnik- Industrie vor allem eine herausragende
ingenieurtechnische und entwicklungstechnologische Leistung, auf die
alle Beteiligten mit
Stolz und Genugtuung zurückblicken dürfen. Diese
Einschätzung trifft voll auf den Zeitraum bis ca.1985
zu. Danach ist das allerdings nur sehr bedingt
festzustellen, da die
vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Widersprüche
immer chaotischer wurden und die Arbeit immer
uneffektiver.
Die sich aufdrängenden Fragen
des "Warum" der bekannten geschichtlichen Entwicklung ab
1990 können sicher nur schwer umfassend und objektiv
analysiert werden, geboten ist vor allem eine exakte
wissenschaftliche Analyse auf der Grundlage der politischen
Ökonomie als der Basis der Existenz jeder
Gesellschaftsformation.
Der "RGW" ( Rat für
Gegenseitige Wirtschaftshilfe der osteuropäischen
sozialistischen Staaten) war, wie bekannt und bereits erwähnt, eine Wirtschaftsunion, welche nach
dem Muster des sowjetischen Sozialismusmodells und seiner
Planwirtschaft organisiert war. Dieses Sozialismusmodell
basierte (nach dem Verlassen der "Neuen
Ökonomischen Politik" -NEP- durch die KPdSU- Führung unter
Stalin ) in der UdSSR
auf ökonomischen Dogmen, welche deutlich von den Lehren von Karl
Marx zum Wert- Gesetz und dem Mehrwert- Prinzip abwichen und
auch die Effekte der systemübergreifenden internationalen Arbeitsteilung nur als
Bedrohung verstand. Das
Unverständnis der sowjetischen politischen Ökonomie zum Wirken
des Marx'schen Wertgesetzes bzw. der Ignoranz dessen objektiver
Gesetzmäßigkeiten im ökonomischen Reproduktionsprozess wirkten bekanntlich auch auf die
Arbeitsweise aller RGW-Länder. Obwohl in der Ära
Breschnews nach Amtsantritt von
Ministerpräsident
A.N.Kosygin ab 1965 die bedeutendste
Wirtschaftsreform (nach NEP) in der UdSSR gestartet wurde,
behielten die oben angedeuteten Entartungen der
sozialistischen Ökonomie auch in dieser Phase ihre deutlichen
Hemmnisse. Eine tiefgründige ökonomische Analyse der
Geschichte der UdSSR und des Scheiterns des sowjetischen
Modells bietet z.B. der Wiener Wirtschaftswissenschaftler, Journalist und kompetenter Kenner der Geschichte der UdSSR -
Hans Kalt.
Das Beispiel ESER zeigt
andererseits, welches Potential
die sozialistische ökonomische Integration
durchaus hätte entfalten können, wenn mit
grundsätzlichen ökonomischen und demokratischen
sozialismusorientierten Reformen der RGW-
Wirtschaftsblock
wettbewerbsfähig gestaltet worden wäre.
Die
Leistungen um das ESER allerdings mit allen bekannten
und bewusst diskriminierenden Mängeln des Sozialismus aus
dem
Umfeld der DDR
oder der UdSSR zu verunglimpfen oder dieses Projekt in
die Ecke antikommunistischer Stalinismus-
Wertungen zu drängen, ist
ein unsachlicher, würdeloser
und ungeeigneter Versuch.
Für
die Zeit
nach 1990
blickt
man heute, im
Wissen um die Geschichte nach 1990 und um die real eingetretene weltweite
Weiterentwicklung der IT-Technologie und anderer
Hochtechnologien, deren
Anwendung und ökonomische Dimensionen, auf ein fast
unerfassbares Szenario, auf das sich der
RGW (hypothetisch) hin bewegt hätte, sofern kein
tiefgreifender sozialismusorientierter Systemwandel () eingeleitet worden wäre. Was der "kapitalistische
Systemwandel" für die Masse der Industriestandorte in
Osteuropa gebracht hat, bedarf keines Kommentars.
Es sollen hier vielmehr
kurz und fragmentarisch die objektiv bedingten gewaltigen Entwicklungen skizziert
werden, auf die
die DDR im Verbund des RGW objektiv hinsteuerte. Von der Qualifikation oder
Führungskraft der Personen im IT- Management
der DDR/ MRK war das wenig abhängig.
ESER- bezogen und aus technisch-technologischer und betriebswirtschaftlicher
Sicht - obwohl nie eine völlig isolierte Betrachtung möglich
ist- sollen für die Zeit nach 1990 einige
hypothetische Gedanken anklingen, wie wir sie heute natürlich besser
sehen können, aber zu denen schon ab 1985 viele unserer
Chemnitzer Wortmeldungen und anderer
DDR- Spezialisten in Berlin bei Herrn Mittag u.a. ungehört blieben:
-
Mit den Grundsätzen zur
Prototyp- Basis wurde die Entwicklungstechnologie des
ESER im MRK- Abkommen grundsätzlich regierungsamtlich beschlossen. Bei allen Vorteilen des
systemtechnischen Vorlaufes, die "der Prototyp" bot,
implizierte dieses Vorgehen
generell
einen
Zeit-Rückstand, der für die Entwicklungsarbeiten an einer Rechnergeneration
/ Architektur- Generation [ von ca. 4- 5 Jahren] plus
gewisse Anlaufzeiten
benötigt wurde. Hinzu kam der Technologie- Rückstand,
der sich auf Leistungsparameter auswirkte und von den
relativ gut übereinstimmenden Bauelemente-Parametern der ersten Generation zu
ständig wachsenden Rückstand anwuchs.
Die Forderungen nach
"Weltstand" hatten hier also rein formalen Wert! Die engen Wechselbeziehungen zu
Technologie-Prozessen
und die Bindung an die vorbestimmten Entwicklungstrends
für derartige "Prototyp-Arbeiten" waren vom Embargo stark beeinflusst,
sie beeinflussten jedoch die Negativ- Spirale des
Hochtechnologie- Dilemmas des RGW nicht, sondern hielten
sie eher partiell auf! Die konkreten
technisch-technologischen Trends, beispielsweise zur
Hochintegrations- Mikroelektronik (VLSI), zu
Hochleistungstechnologien und -Materialien für
magnetische Speicher, Lichtleitertechnologien u.a. waren
1968/69 erst im Ansatz auf Spezialistenebene
sichtbar und
die Anforderungen und Belastungen,
die sich mit dem technischen Fortschritt exponentiell
verschärften, waren 1969 in ihrem späteren Umfange noch
wenig erkennbar, es wären aber ohnehin kaum effektivere
Alternativ- Konzepte machbar gewesen.
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Die marktwirtschaftlichen
Kräfte der kapitalistischen Welt führten in den USA und
später in Westeuropa auf dem Gebiet
von IT- relevanten Hochtechnologien mit den dort
verfügbaren enormen F/E- Budgets nicht nur zu einer
weltweiten Nutzung der Produkte der besten Firmen,
sondern auch von
Ergebnissen der militärischen Forschung/ Entwicklung
im Zivilsektor. Diese Fakten erhielten mit
Beginn des extremen technologischen kalten Krieges
immer stärkeres Gewicht. In der UdSSR
bestand hingegen bis 1990 ein eisernes Dogma, den militärischen
Technik- und Wirtschaftsektor streng
vom zivilen zu isolieren und dessen konkrete Technologie und
Bauelementebasis über den gesamten Zeitraum der Nutzung
der in den Waffenarsenalen befindlichen Technik nicht für zivile Nutzung
freizugeben. Die damit einhergehende Doppelbelastung der sozialistischen
Wirtschaft war auf längere Zeit untragbar und
führte zusätzlich zu immer größerem Rückstand beider
Sektoren, vor allem des zivilen (!).
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Die im Westen
entstehenden Hochtechnologien, wie LSI- und VLSI-
Schaltkreise und immer neue Generationen von magnetischen
und optischen Bauteilen und Geräten ( Hochleistungs- MB -Technik,
Floppy Disks, Hard- Discs, CD , Flachbildschirme ,
Laser- Technologien und Hochleistungsnetze ... ) ()
fanden weltweit
einen rasant wachsenden zivilen Markt: je mehr Geräte im
Verkauf, um so höher die Innovationskraft der Produzenten
und mit sinkenden Preisen eine weitere Ausweitung deren
Anwendungsmöglichkeiten. Hoch
spezialisierte Firmen für derartige End- Produkte, aber
auch für tausende Materialien, Fertigungs- Equipment und
Anwendungs- Lösungen entwickelten sich zu Giganten bzw.
Monopolisten, deren
Investitions- und Innovationskraft es
ermöglichte, dass weltweite Produktlieferungen immer neue kreative Erkenntnisse in
Produkten ermöglichten und deren Rentabilität, auch für
immer anspruchsvollere Projekte, sicherte und
verbesserte. Eine
mächtige Spirale von
Nachfrage nach immer mehr besseren und immer mehr
Produkten einerseits und dem Angebot von immer
leistungsfähigeren Produkten und Lösungen forcierte die
"Ökonomie der Massenstückzahlen" ("economie of
scale") des
Weltmarktes! Im Zeitraum des beginnenden
Informationszeitalters ab ca. 1960 wuchs dieser
Wirtschaftskomplex in den USA z.B. jährlich um ca. 25%.
-
Die Globalisierung lies
vor allem in Südostasien zunächst einen
gigantischen Niedriglohnsektor entstehen, diese Region
wurde später zunehmend auch selbst zum zahlungskräftigen
Markt. Von einer
"economie of scale"
konnte hingegen in den Ländern der MRK keine Rede sein.
Planwirtschaft, starre Investitionsrestriktionen
und ideologische Dogmen lähmten das Gesellschaftskonzept
und vorrangig spürbar die Fertigungskapazitäten.
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Vorstehende Gedanken zwingen
förmlich zum Vergleich gegenüber der Situation des
sozialistischen Staatenblocks :
Das Gesamt-Material dieser WEB- Site, das soll nochmals
betont werden, stellt die wichtigsten technischen,
systemtechnischen, wirtschafts- und
strukturpolitischen Facetten der ESER- Geschichte dar, die Fakten
und Zusammenhänge der gegebenen Rahmenbedingungen im historischen
Kontext. Die engen Wechselbeziehungen zu Prozessen
und Entwicklungstrends, die vom Embargo stark beeinflusst
wurden und die Kooperation mit Kollegen in der UdSSR und
mit der UdSSR, sowie die konkreten Umstände und Auswirkungen
wurden in den Materialien dieser Seiten bewusst besonders deutlich dargestellt, sie sind für
das Verständnis vieler Umstände zwingend.
Nachfolgend soll der Focus auf
Technologie- Aspekte gerichtet sein:
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Eine grobe Analyse des Standes
der IT- Hochtechnologien in der der DDR zeigt, dass im Zeitraum
1985- 1989 auf allen Gebieten der modernen Elektrotechnik ein Rückstand
von 5 bis 10 Jahren bestand mit
aussichtloser Perspektive, diesen unter den realen
Wirtschaftsbedingungen zu reduzieren. Das
war in verschiedenen Zweigen der gesamten DDR- Wirtschaft, wie des Schwermaschinen-,
Werkzeugmaschinen- oder Schiffs- Baues u.a. noch längere Zeit günstiger, in Zweigen also, wo Schöpfertum und Kompetenz der
Menschen einen höheren Wertschöpfungsanteil am Endprodukt im Vergleich
zum Niveau der Zulieferungen oder Basistechnologien haben und wo
Qualität und marktgerechter Gebrauchswert spezifisch durch die
Kompetenz der Menschen wirksam beeinflussbar waren.
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Ein
Großteil der o.g. systemrelevanten IT- Hochtechnologie- Systembestandteile
war für die DDR aus Eigenproduktion oder RGW- Importen ("SW-
Import" auf Basis Transferrubel) real nicht
verfügbar. Neben einem gewaltigen DDR- Mikroelektronik- Programm
wurden auf wichtigen Gebieten ( z.B. Floppy Disks, Hard- Discs
u. a.) daher Fertigungsstätten und -Technologien unter Einsatz
enormer $-und DM- Valutasummen importiert und mit der Montage-Fertigung
von Geräten auf Basis eines hohen Anteils importierter Baugruppen
und Material begonnen. Für alle wichtigen Importpositionen
auf Devisenbasis wurden darüber hinaus sog. Ablöseprogramme gestartet.
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Das wichtigste Beispiel: Für LSI- Schaltkreise
(als wichtigste Komponenten) wurden,
weitgehend in theoretischer Arbeitsteilung mit der UdSSR,
gewaltige Anstrengungen unternommen (bzgl. DDR siehe z.B.
), um das Grundequipment der
Basistechnologie (hier nur Stichworte: Equipment+ Software und Materialien
für Schaltkreis- Entwurf,
Kristall- Züchtung, Wafer- Fertigung, Masken, Beschichtung,
Belichtung , Ätzprozess, Dotierung,...., Prüfung, Bonden, Gehäuse... )
im erforderlichen Technologie- Level ( d.h. Niveau der Strukturbreite
der kleinsten Strukturelemente eines Chips) und die
hunderte von dazugehörigen höchstreinen Chemikalien,
Hilfsstoffen oder Verbrauchsmaterialien für eine Produktion stabil verfügbar zu
haben. Ziel dieser Bemühungen war es in der DDR, eine
schrittweise "Ablösung" der wichtigsten, massenweise
benötigten
Bauelemente (Mikroprozessoren, Speicherchips.. ) aus DDR- Aufkommen für die wichtigsten Elektronikerzeugnisse (IT- Branche,
mikroelektronische Steuerungen, Kommunikationstechnik, Gerätebau usw.) zu erreichen.
Am Beispiel der Ablösekonzeption zum ESER- PC (siehe
)
allein wird deutlich, welche Größenordnung derartige
Zielstellungen hatten.
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Am Beispiel der Technologielevels
der Halbleiterindustrie sei das "Mikroelektronik-
Dilemma", auf das die Wirtschaft der MRK- Staaten zusteuerte, grob skizziert. 1989 waren die
Halbleiter- Prozesse z.B. im ZMD Dresden mit ca. 800 nm Strukturbreite die
leistungsfähigsten unipolaren Technologien (CMOS) im Ostblock. In der UdSSR
( Selenograd) lag dieser Wert bei ca. 1µm. Der Westen war
schon eine , teilweise zwei Generationen weiter (als Beispiel: in Dresden lief
der
1MBit-Speicher im Versuchsstadium gegenüber 4 MBit in Serie in
Japan, der BRD , USA u.a.).
Eine kurze Erläuterung:
Ein Wechsel zu einer neuen Technologie- Generation bietet
bei annähernd gleichen Kosten /Chip etwa 4-fach
leistungsfähigere Schaltkreise und erhöht verschiedenste Aspekte
der Produktivität der
Fertigung der Geräte stark !
Solche Entwicklungsetappen
verschlingen gewaltige Investitionsmittel und binden auch
hunderte von Zulieferfirmen, die mit dem Tempo durch neue
Produkte mithalten müssen. Das Alles ist nur mit
Massenstückzahlen refinanzierbar! Gleichzeitig beginnt ein
Wettrennen auf dem Weltmarkt. Dieses führt
dazu , dass
nur noch wenige Technologieführer bei Prozessor- bzw.
Logikschaltkreisen und bei Speicherschaltkreisen, aber auch bei
vielen anderen Baugruppen und Geräten ( Datenspeicher,
Netzwerkkomponenten usw. ) konkurrenzfähig
sind und dann den gesamten Weltmarkt dominieren. Das
sichert wiederum auch ein sehr hohes Innovationstempo.
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Seit 1990 haben weltweit mehrere
Generationswechsel stattgefunden. Derartige Prozess konnten-
eine rein spekulative Betrachtung- unter den
isolierten Bedingungen des Ostblocks
selbst bei außerordentlichen Anstrengungen nur mit wesentlich
geringerem Tempo ablaufen, denn die
verfügbaren Entwicklungskapazitäten der Länder waren eng
begrenzt, der Markt und die Fertigungskapazitäten erlaubten nur
geringe Stückzahlen, die keine wirtschaftliche Refinanzierung im
Gleichschritt mit dem Weltmarkt ermöglichten. Allein das war eine perspektivische
Todesspirale. Ungeachtet der mit den Konzepten
der Eigenentwicklung verbundenen enormen Anstrengungen war der Import der
Baugruppen/ Bauelemente darüber hinaus für die DDR deutlich teurer, als ein Fertigprodukt im
"nichtsozialistischen Wirtschaftsraum" (NSW). Diese standen auf der
Embargoliste und die Hoffnung der DDR-Oberen bestand wohl darin, mit
Eigenproduktion eine höhere Bedarfsdeckung mit gleichem
Valutaaufwand zu erzielen, ohne im NSW wirtschaftlich a
priori jemals konkurrenzfähig zu sein. Die erforderlichen Valutamittel mussten also
mit anderen Exporten erwirtschaftet werden- zu Lasten von
Konsumgütern für den Innenmarkt, enormer Schuldenlasten durch
Auslandskredite u. a.- eine verheerende
Negativ- Spirale!
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Eine Schritt- haltende
Entwicklung der Mikroelektronik war also eine gewaltige
Illusion. Nur mit extremer Konzentration auf
wenige Arbeitsfelder und einer weitaus tieferen stabilen Kooperation im
RGW hätte unter den Bedingungen der Systemkonfrontation ein hoffnungsloses Zurückbleiben
partiell verzögert werden
können.
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Das ESER- Konzept wurde im Entwicklungszentrum Karl-
Marx- Stadt aus reinen Gründen des real Machbaren auf eine max.
Konzentration der Nutzung universeller LSI /VLSI-Lösungen (CMOS-
Gate- Arrays) gerichtet, die in den DDR-Entwicklungsplänen
festen Bestand hatten und in großer Breite
einsetzbar waren- z.B. auch für Werkzeugmaschinensteuerungen.
Das war natürlich nur eine beschränkte Überlebens- Strategie.
Das erste in Karl-Marx- Stadt selbstentworfene CMOS- Gate- Array
, gefertigt im VEB ZMD Dresden, wurde übrigens in den Mustern des IBM/AT- kompatiblen
Personalcomputers EC 1835 erfolgreich eingesetzt.
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Der o. a. Weg der Eigenfertigung
systemrelevanter IT- Hochtechnologie- Bauteile, der eine
enorme Breite technologisch verschiedener, letztlich nicht
beherrschbare
Produkte umfasste, musste zwingend zu ständig wachsender
Anhängigkeit von High-tech- Bauelementen, Material,
technologischem Equipment usw. führen. Alles das weitgehend für den isolierten Markt der
DDR, denn ein Export in die SW- Region wäre einem Tausch der
eingesetzten NSW- Valuta gegen SW- Transferrubel oder gegen
gleichwertige, meist nur formal existente andere Produkte gleichgekommen (!). Das
Tempo der Aufholjagd zur Ablösung von LSI-
Schaltkreisen, Speicherchips, Hightech-Importbaugruppen
blieb trotz größter Anstrengungen hinter der weltweiten
Entwicklung neuer Generationen neuer Hochtechnologie- Bauteile
enorm zurück. Es musste hinter der weltweiten Entwicklung
zurückbleiben, denn die DDR konnte mit ihrem Markt (Eigenbedarf
und bedingt SW- Exporte) auch nicht annähernd ökonomisch
erfolgreich sein.
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Auch in der UdSSR wurden die
Widersprüche im Niveau der Technologie zum realen Bedarf
ebenfalls immer offensichtlicher und krasser, den Kern bildete das verfügbare
Niveau der LSI- Schaltkreistechnik! ( siehe dazu die
). Selbst Spitzenprojekte der Verteidigungsindustrie
litten deutlich.
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Trotz derartiger Umstände
arbeiteten die ESER- System- Spezialisten und Entwicklungs-Ingenieure
bis 1990 in der DDR mit Erfolg an der Entwicklung modernster
Geräte, wie die Eigenentwicklung wesentlicher Logikkomplexe des
Personalcomputers EC 1835 analog IBM PC/AT
(siehe
PC-
) oder dem Entwurf der ESER- Mainframe- Linie
EC 1150 auf CMOS - Basis. Dahinter stand ein gutes know- how, das
für unsere Entwickler nach 1990
am Arbeitsmarkt der BRD viel Wert hatte.
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Der Zusammenbruch des Ostblockes
und der Anschluss des DDR- Territoriums an die BRD führte zu
einem gewaltigen wirtschaftlichen Dammbruch unter völlig neuen,
in der DDR bislang ungewohnten Bedingungen. ... , die
gesamte IT-Industrie der "neuen Länder" war 1990 schlagartig ohne marktfähige Produkte,
deren Fertigungsbereiche (betriebe) wurden durch den Überschuss des Weltmarktes eliminiert,
die erfahrensten Mitarbeiter konnten erfolgreich im
Softwarebereich und bei IT- Dientsleistungen (sog.
"professionell Services") neue Arbeitsstellen finden oder
schaffen .
Die Bedeutung derartiger o.g. Technologie- Levels hat, wie allgemein
bekannt, für das Leistungsniveau einer Volkswirtschaft deshalb eine
so gewaltige, ja entscheidende Bedeutung, weil die alle
Wirtschafts-Sektoren und Lebensbereiche durchdringenden IT- Prozesse
das Niveau der Arbeitsproduktivität, der Material- und
Energieökonomie und letztlich das Niveau des wirtschaftlich oder
technisch sinnvoll Machbaren bestimmen. Mit jeder neuen IT-
Technologie- Generation steigt nicht nur die Performance der Technik
gewaltig, sondern auch deren Materialökonomie, Energieeffizienz usw.
Am Beispiel des Vergleiches einer Mainframe der Klasse IBM / 360 zu
einem heute normalen Personalcomputer wird sofort deutlich, dass
trotz zig-tausendfach höherer Leistung heute für einen PC (global
für alle Prozesse incl. Komponenten und Baugruppen
zusammengerechnet) nur wenige Stunden
lebendiger Arbeit im Vergleich zu zig-tausenden von Stunden für eine
komplette Mainframe der 80-ger Jahre benötigt werden, eine
unvorstellbare Steigerung der Arbeitsproduktivität! Das schließt den
verringerten Einsatz an Material und Energie gleichzeitig ein. Auch
die Betriebskosten, Gebäudeinvestitionen usw. unterscheiden sich mit
jeder Generation gewaltig. Die Weltwirtschaft verfügt daher über
kolossal steigendes Wachstumspotential!
Letztlich sei auch daran erinnert, dass in (fast) allen modernen
Waffensystemen ( Flugkörper, Leitsysteme usw.) deren technisch-
taktische Eigenschaften wesentlich von Masse, Energiebedarf,
Leistungsumfang, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit usw. des
Elektronik- Equipments abhängen. Das Beispiel eines Kampfflugzeuges
zeigt, dass im Wettrüsten bei gravierend abweichendem Niveau der
Elektronik auch durch noch so geniale Aerodynamik oder Kampfkraft
der Bewaffnung ( z.B. Mehrfach- Sprengköpfe) keine vergleichbare Qualität erzielbar ist. Daher
mussten -von Ausnahmen abgesehen, wie etwa bei Höchstfrequenz-
Bauelementen- deutlich mehr Anteile der "Elektronik" am
Gesamtgewicht, Leistung der Antriebe usw. und entsprechend höherer
Arbeits- und Materialaufwand als in taktisch vergleichbaren
modernsten US- Systemen realisiert werden.
Die enorme Dynamik der
IT- Hochtechnologien, die sich im Zuge der
westlichen Marktsystems entwickelte, übte auf das
reale, konkret existente sozialistische Wirtschaftssystem immer stärker werdende
destruktive wirtschaftliche Wirkungen aus und führte vorrangig zu wachsender
Isolierung und zu unfassbaren ideologisch diktierten "Aufholkonzepten". Aber es waren
unter den existenten Randbedingungen keine alternativen
realen Lösungsansätze verfügbar, auch keine, die bei
wesentlich tieferer Kooperation
UdSSR/ DDR gestaltbar gewesen wären, ohne gleichzeitig die
Systemkonfrontation der Weltsysteme und die Isolation
des Sozialismus schrittweise zu überwinden. Erst 1989
wurde die These von "Kontinuität
und
Reformierung" zum Gedankengut der DDR- Führung!
Allerdings
war vielen Spezialisten klar, dass für einen
reformierten Sozialismus ein Szenario des
wirtschaftlichen Kollaps der Wirtschaft zu erwarten war,
weil bei tiefgreifenden Reformen im Zuge der dringenden Integration der Wirtschaft in den
Weltmarkt unsere Produkte ihren Markt verlieren würden,
sofern das zu schnell geschehen müsste. .
Große Teile der Wirtschaft steckten daher unter den alt
einhergebrachten Bedingungen in einer Sackgasse. Eine
erdrutschartige Umstellung auf die Konkurrenz des
Weltmarktes konnte nur mit einem Fiasko enden!
An diesen wenigen Gedanken zum Technologie- Level des
sozialistischen Wirtschaftssystems wird extrem deutlich, welchen
gewaltigen strategischen Einfluss die Embargopolitik der USA und der
westlichen Staaten entfaltete! Das ist sicher nicht der alleinige
Faktor des Niederganges des realen Sozialismus, jedoch ein sehr
wesentlicher Wirtschaftsfaktor!
Eine Bestätigung unserer Wertungen
und Prognosen auf diesen auf diesen ESER-Seiten - nunmehr für 25
Jahre danach - bietet ein völlig neutraler und kompetenter Zeuge
:mit dem Artikel zum
Projekt "Skolkowo" vom Aril 2011 zeigt
Nobelpreisträger Schores Alfjorow (!!), welchen Einfluss der
Entwicklungsstand der IT- Technologie eines Landes auf seine
Gesamtwirtschaft und seine wirtschaftliche Zukunft besitzt und
welche Defizite heute in Russland existieren. Seine Darstellung
mutet an wie ein "Experiment einer Zeitmaschine " für einen
Blick 25 voraus für die DDR- Wirtschaft unter den Embargo- und
Systembedingungen des RGW.
Allgemein ist die bekannte These vom
"Todrüstens des Sozialismus " als ein militärisches Kalkül des
Wettrüstens im kalten Krieg bekannt.
Man muss aber
feststellen, dass das Embargo- die Verweigerung des Zuganges
zum Technologie-Weltmarkt- letztlich eine Strategie der
langfristigen technologischen Erpressung des Ostblockes zur Aufgabe
seiner Grundprinzipien beim Bau einer sozial gerechten
demokratischen Gesellschaft war, eine Strategie der quälenden
langsamen technologischen Erdrosselung des Sozialismus! Die
Forderungen der USA bzw. der Weltbank, wie sie z.B. 1989
gegenüber Ungarn klargestellt wurden, belegen laut US - Präsident
Bush /sen. :
Es wird keine Kombination von
"östlicher Macht" und "westlicher Technologie" geben, nur bei
einem grundsätzlichen politischen Systemwechsel werden die USA
wirtschaftlich helfen! ( siehe u.a.
Herbst '89
)
Die vorstehenden Betrachtungen
zeigen am Beispiel des gewählten Sektors IT- Technologie , dass eine
Weiterentwicklung bzw. Reformierung des
in
Gemeinschaft der wichtigsten RGW-
Länder
nur
unter wesentlich neuen system- politischen Vorzeichen
und Kalkülen vorstellbar gewesen wäre. Kern einer derartigen
sozialistischen Weiterentwicklung musste die UdSSR sein. Im
Bereich der
Wirtschaft
(neben vielen anderen Elementen, wie sozialistische
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit u.a.) wären etwa die Einführung von Marktwirtschafts- Aspekten
neben Elementen der gesamtstaatlichen Planung,
schrittweise Umstellung der Betriebe auf Grundprinzipien der
wirtschaftlichen Rechnungsführung und Rückführung von
Subventionen bei großen Gruppen von Produkten durch rentable
Inlandpreise, Einfügung in die globale Wirtschafts- Integration
unter Meisterung einer zwingenden gravierenden Senkung des Lebens- Niveaus
der Bevölkerung zur Angleichung an das Produktivitätsniveau
des Weltmarktes ( ein
Großteil der DDR- Industrie hatte durchaus ein reales
Entwicklungspotential zur Schritt- weisen Integration in den
Weltmarkt) , Korrektur der Devisenwirtschaft, Sicherung des gesellschaftlichen Eigentums an den
Produktionsmitteln bei Zulassung eines dedizierten Anteils
an Privateigentum, Erhöhung der
Eigenverantwortung des Managements der Betrieb und Förderung privater
unternehmerischer Initiativen usw. sinnvoll gewesen. Als
Triebkräfte wären auch die gesellschaftliche Anerkennung
hoher Leistungen und eine deutliche Verbesserung des
Leistungsprinzips zwingend gewesen, um auch dem personellen
Exodus an Fachpersonal entgegen wirken zu können!
Nach dem erkennbaren weltweitem Scheitern sowohl
des starren Sowjetsystems nach stalinistischen
Grundprinzipien als auch des imperialistischen
Neoliberalismus wäre jedoch eine extrem sensible Gratwanderung mit dem
Streben nach einem neuen, sozial gerechterem
Gesellschaftsmodell zu erwarten gewesen, die nur Chancen
gehabt hätte, wenn sie weitgehend
frei von negativen äußeren Einflüssen geblieben wäre. Das war angesichts der Dimension einer solchen
Aufgabe und der Rahmenbedingungen im Zeitraum um
1990 aber höchst unwahrscheinlich.
Die BRD wollte die DDR
vereinnahmen, die Großmächte beugten sich schrittweise
dieser Politik. Und aus heutiger Sicht ist deutlich - es gab
kein reales Alternativkonzept für eine eigenständige DDR.
Der Imperialismus
mit seiner US- Doktrin der Beseitigung des Kommunismus war
mit seinem Embargo- Instrument, der Konstellation der
technologischen Dominanz ab Mitte der 80er Jahre und mit
anderen Mechanismen, wie etwa der Weltbank oder dem IWF, in der Lage,
auch denkbare neue sozialistische
Gesellschaftskonzepte, sofern sie für ihn zu einer
strategischen Gefährdung zu werden drohten, zu erdrosseln.
Übrigens, und das sei noch angemerkt, funktionierte das
Embargo so gut, dass es auch heute noch von den Staaten der
westlichen Welt als Waffe gegenüber allen Staaten eingesetzt
wird, deren Politik sich nicht dem Willem bestimmter
westlicher Demokratien unterordnet. Heute ist es bei
politischen Konflikten immer noch nicht üblich, die
Interessen und die Souveränität Anderer zu respektieren und
sich nicht nur der Anwendung von Waffengewalt zu enthalten,
sondern auch deren erpresserischer Androhung. Das Embargo
des vergangenen kalten Krieges war zweifellos eine Anwendung
von Gewalt.
Die Wurzeln des Scheiterns des real bestehenden sozialistischen Wirtschaftsmodells
lagen wesentlich früher, als
ihre Auswirkungen dann Mitte der 80ger Jahre in
breiter Front bedrohlich deutlich wurden. Diese Lage entwickelte sich
- nachdem 1953 durch Stalins Tod sich die Chance für einen
neuen Sozialismus öffnete- bereits durch Zulassung gravierender
Fehler nach
dem XX. Parteitag der KPdSU und dann in den 60-er Jahren , vor allem durch
Nichtreformierung des realen Sozialismus, wachsender
Defizite der demokratischen Gestaltung der Gesellschaft, der völlig unzureichenden Beachtung der Wirkungen der
wachsenden Globalisierung u.a.
Die
Bewältigung der Systemkrise des Sozialismus durch Reformierung
seines Systems war eine
gemeinsame Aufgabe aller europäischen sozialistischen Kernländer- vor allem
der UdSSR. Nur im Verbund mit der UdSSR war die DDR als
souveräner sozialistischer Staat lebensfähig. Wir wissen, dass die Hoffnungen der
Menschen in die Perestroika für sehr viele DDR- Bürger zu den
bittersten Enttäuschungen dieser Zeit wurden!
Die technische Politik des ESER-
Teams war (unter den gegebenen Randbedingungen) strategisch
durchaus gut und wurde fachlich gut umgesetzt. Die
systempolitischen Randbedingungen im RGW und der DDR waren-
zumindest nach 1956 (XX. Parteitag der
KPdSU )- strategisch miserabel!
Aber das wäre ein
eigenständiges Thema außerhalb von WWW- ESER- Seiten!
Gedanken
zur Bewertungen der Lebensleistung der
Beschäftigten der DDR- Rechentechnik
:
Der Erhalt von
Arbeitsplätzen vieler hochkompetenter Mitarbeiter der ehemaligen DDR- Industrie,
meist in Eigeninitiative oder durch gezielte Strategien westlicher
Firmen ( Outsourcing, Marktpenetration durch DDR- Wissensträger .. ) waren
die
einzige Chance schöpferischen
Unternehmertums, der Verwertung des Könnens und der Motivation der
Menschen, der Nutzung teilweise modernster Import-Anlagen und der
Weiterführung von Teil-Betrieben oder von Neugründungen in
Ostdeutschland.
Die korrekte und faire Bewertungen der Lebensleistung der
Beschäftigten der DDR- Wirtschaft ist daher eine
Schlüsselfrage der Entwicklung in Ostdeutschland und der Gestaltung
der ideologischen Vereinigung der Menschen.
Vorbemerkungen:
-
Weder die BRD noch die DDR
konnten ohne enge Abhängigkeiten von den "Führungsstaaten"
ihrer Blocksysteme -USA
und UdSSR- existierten. Der Grundtypus der Gesellschaftsform und alle wichtigen
innenpolitischen und geopolitischen Entscheidungen [Bündnis der
NATO bzw. des Warschauer Paktes] waren für die BRD und DDR
vorgegeben und nur sehr partiell national gestaltbar [internationale
Verträge, Bündnisverträge, Nachwirkungen des Besatzungsstatus in Ost und West, Truppen-
und Raketenstationierungen, Embargo .. ].
-
Das Leben der Menschen in jedem
konkreten Staat mit jedem gesellschaftlichen System
verläuft in sehr komplexen Zusammenhängen und Abhängigkeiten, in
einem sensiblen Gleichgewicht persönlicher und
gesellschaftlicher Einflüsse und Interessen auf der Grundlage
des ökonomischen Systems dieses Staates. Es ist unsinnig und irreführend,
einzelne Facetten eines Systems und der
Leistung seiner Menschen isoliert
zu betrachten und mit den offiziellen Werte-Maßstäben einer anderen
Rechtsordnung oder eines anderen Gesellschaftssystems zu
bewerten.
-
Es ist keineswegs Anliegen dieser
Darstellungen, die heute bekannten Verbrechen und
Fakten der Entartung des Sozialismusmodells durch die Führung der UdSSR unter Lenin,
Stalin, bis Breschnew, der Auswirkungen auf die Menschen ihres Landes und der
verbündeten Staaten - allgemein als Bolschewismus/Stalinismus
benannt- oder die Mitwirkung der DDR- Führung an solchen
Auswüchsen zu relativieren oder zu rechtfertigen!
-
Es sollte jedoch beim Blick auf die
Geschichte und Leistungen der DDR immer im engen Blickfeld
bleiben, dass die Westgrenze der DDR die erste strategische
Verteidigungslinie des Warschauer Paktes darstellte und bis 1990
die 4 alliierten Staaten der Anti- Hitler- Koalition - als
Beispiel - noch
regelmäßig Karten zur Lage der militärischen Sperrgebiete,
darunter auch des Grenzstreifens zwischen DDR und BRD
austauschten, wohl wissend um die enorme Sensibilität der
militärischen Weltlage.
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Zur
"Angliederung"
der DDR an die BRD:
Die DDR in allen ihren Facetten- vom
Gesellschaftssystem des "real existierenden" Sozialismus bis hin zu
allen Strukturen in Industrie und Wissenschaft,
Gesundheitswesen, Bildung usw. wurde im Zuge der Angliederung an die BRD im
Zeitraum 1990 von den Siegern gezielt als ein Gebilde
dargestellt, welches so schnell wie möglich als politisches System mit
seinem "Volkseigentum" und seinen rechtlichen und staatlichen Strukturen
komplett "abgewickelt" werden
sollte. Die Wirtschaft des Landes wurde mittels Turbo- Gesetzen
privatisiert und große Teile des Privatbesitzes an Grund und Boden an
ehemalige Besitzer rück- übertragen oder verschleudert.
Die UdSSR- Führung unter Gorbatschow
und einiger "UdSSR-Deutschlandstrategen",
die den Prozess der "Perestroika" im
fortschreitendem Stadium nicht
mehr beherrschten und teilweise bereits auf sozialdemokratische
Positionen gewechselt hatten, und die USA unterstützten
und förderten den deutschen Einigungsprozess.
Eine Alternative zum politischen
und wirtschaftlichen System
der BRD war in
Deutschland 1990 unreal, dafür hatte die
politische Ignoranz der DDR- Führung und der reale Zustand der
Wirtschaft des RGW keine Grundlage gelassen.
Auch eine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische
Übergangsphase, in der sich vor allem die kompetenten progressiven Kräfte in Ostdeutschland gestaltend bzw. mitbestimmend einbringen konnten
oder die Handelsbeziehungen der DDR- Wirtschaft im Ostexport gleitend
valutaseitig umgestellt worden wären, wurde mit
dem enormen politischen Druck auf das Tempo der DDR- Angliederung und
mit dem lückenhaften und übereilt akzeptierten Einigungsvertrag
ausgeschlossen. Hier sei die Frage gestattet:
-
verstanden führende
Politik- und Wirtschaftskreise der BRD 1989/1990 das Technologie-
Dilemma der Industrie der "neuen Länder" und deren Strukturen
überhaupt auch nur annähernd und waren sie bereit, der Industrie der
"neuen Länder" zum Erhalt wichtiger Industriestandorte und
Branchen eine Schonfrist zu geben (steuerliche Massnahmen,
zollähnliche Restriktionen usw.) oder
-
war die Politik
bestrebt, die Menschen in Leipzig , Dresden, Chemnitz, Magdeburg
usw. vorsätzlich zu betrügen, durch deren Abstimmungsverhalten der
CDU einen Wahlsieg zu schaffen und das Volksvermögen aus 40 Jahren
Arbeit der DDR- Bevölkerung an West- Banken; Wirtschaftsverbrecher und
Konzerne zu verschleudern und massenweise know- how und
Arbeitsplätze zu vernichten?
Die gezielte De- Industrialisierung der
ostdeutschen Länder im Sinne von Kinkel ( Delegitimierung der DDR ) und
Fr. Breuel ( Treuhand) waren wohl der Auftrag !
Um diesen Prozess der
"Abwicklung" aus Sicht der BRD-Wirtschaft, der BRD-Politik und
von deren "Treuhändern" effektiv und
schnell voranzubringen, war es dafür offenbar sehr zweckmäßig,
alle Facetten des Antikommunismus gegen den Staat DDR zu aktivieren und zunächst einmal
-
komplett alle Werte der ehemaligen DDR zu diskriminieren und
der DDR ihre Legitimation abzusprechen
-
alle DDR-Strukturen und Organisationsformen, wie Betriebe und Kombinate, Gesundheitswesen,
Bildungswesen, Landwirtschaft in breiter Front
als ineffektiv darzustellen
und daher nicht geeignet für
eine Umgestaltung bei teilweiser Erhaltung ;
-
deren Bürger in der Breite als inkompetent und unfähig darzustellen,
um sie in der
neuen Ordnung bei vergleichbaren Leistungen billig "einkaufen" zu
können.
In der öffentlichen Propaganda wurde
auch tunlichst ausgeblendet, dass letztlich viele politische
Entscheidungen und Lebensumstände der Menschen durch aktive Maßnahmen
der USA und der BRD zur "Zurückdrängung und Schwächung des Sozialismus" impliziert wurden bzw.
dass Lebensumstände und materielle Möglichkeiten oft infolge unmittelbarer Gegenreaktionen
der DDR in der unsinnigen Spirale des
Wettrüstens und der Systemkonfrontation, in einer Hysterie des Wettrüstens und Konfrontation waren.
Als Zielscheibe allen angestauten
Unmuts der DDR- Bürger über viele unattraktive Umstände und Missstände ihres Lebens in der DDR
(Schwerpunkt - die Honecker- Ära nach 1985) und des jahrelangen Fehlens
von verständlichen Perspektivkonzepten wurden die politischen Träger der DDR, vorrangig die SED-
Führung und gezielt die Mitarbeiter des MfS der DDR als Kriminelle und ethisch- moralische Verbrecher im Einigungsvertrag und durch Rechtsakte
vorsorglich kriminalisiert. Welch ein Unterschied im Umgang mit
Naziverbrechern in der BRD!
Erleichternd für eine gewisse Wirksamkeit dieser Strategie war auch die
Tatsache, dass sich in Wirtschaft und Politik der BRD 1990 durchaus noch
wesentliche Elemente der erfolgreichen "sozialen Marktwirtschaft der
BRD" erhalten hatten und die Auswüchse des Neoliberalismus bzw.
Raubtierkapitalismus in allen seinen Formen noch nicht angekommen waren,
sodass sich das Meinungsbild über die BRD unter vielen Ostdeutschen damals
positiver darstellte und sich wesentlich von dem Bild 20 Jahre später
unterschied. Aber die Erwartungen der Bürger
Ostdeutschlands nach Gleichberechtigung und persönlicher Entwicklung, nach deutlicher
Annäherung der Lebensumstände und persönlichen Perspektiven an die der
alten BRD, ein geglaubtes Grundrecht aus dem Grundgesetz, wurden nur partiell
Wirklichkeit. Widersprüche blieben oder vertieften sich sogar. Trotz enormer
"Ausgleichsfinanzierungen" der Haushalte der "neuen" Länder und trotz
enormer Investitionen wurde der Ost- West- Gradient in den
Lebensumständen, Perspektiven und Hoffnungen, im Stimmungsbarometer und
damit letztlich im Wahlverhalten nicht kleiner. Noch heute ( oder heute
wieder? ) bewerten laut
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
(gem. "Der Spiegel", 23/2009, S.75) ca. 75% der
Ostdeutschen die soziale Marktwirtschaft kritisch oder lehnen diese in
der real existenten Form ab.
Die Auswirkungen der "Globalisierung", die Verbreitung der Auswüchse des
US- dominierten Neo-Liberalismus in Europa und auch deren Nutzung durch
die Führungsriegen der BRD- Regierungskoalitionen, Gewinnsucht
und moralisches oder kriminelles Fehlverhalten des Managements deutscher Unternehmen, das Anwachsen der Schere in der materiellen
Lage der Menschen, "Agenda 2010", Hartz IV usw. haben wesentlich dazu
beigetragen! Die tiefe System- und Finanzkrise des Kapitalismus in
unserer Zeit lassen auch keine wesentlichen absehbaren Änderung dieser
Situation erkennen. Für die politische
"Elite(?)" der BRD und deren Medien sind daher die Themen "Unrechtsstaat DDR" und "Lebensleistung der
in der DDR aufgewachsenen Bürger " scheinbar gut geeignet,
ideologisch gegen kritische Haltungen gegenzuhalten und die Menschen mit Halbwahrheiten und
einseitigen Betrachtungen gezielt zu manipulieren. Allerdings - trotz
großer Anstrengungen, gelingt es kaum, die Menschen zu verdummen- sehr wahrscheinlich
wird damit das Gegenteil erreicht.
Um die nächsten 10 Jahre zu
gestalten braucht niemand ein Thema "Unrechtsstaat DDR" ! Es ist total ungeeignet, kreative Impulse für die Lösung der anstehenden
Probleme der wirtschaftlichen Lage, der längerfristigen Sicherung des
Industrie - Standortes BRD und der allgemeinen gesellschaftlichen
Situation (Bildung, Gesundheit, Altersarmut, Innovationskraft ..) zu generieren. Es
führt nur zur weiteren Diffamierung Andersdenkender und heizt
Spannungen
an.
Es ist höchst erstaunlich, dass
bei öffentlichen Diskussionen zum Thema "Unrechtsstaat DDR -
?" auch heute die tiefe Anhängigkeit des Staatswesens der
DDR von den Grundsätzen der Sicherheitspolitik der Staaten des
Warschauer Vertrages und bestehenden Verträgen "ausgeblendet" wird! Die Stationierung einer
großen sowjetischen Armeegruppe in der DDR und der Einfluss
tausender UdSSR- Berater und Instrukteure, Bündnisverträge (!) usw. hatten
aber klare Auswirkungen.
Würde man heute Blockbindungen aber in die Diskussion einbeziehen,
wäre unumgänglich auch die Politik der USA und deren
zweifelhafte Rolle als "Weltmacht", als Missionar der westlichen
Demokratie und die Beziehungen der BRD dazu zu diskutieren.
Ethisch- moralisch waren
viele Praktiken in der DDR, wie die "Sicherheitsarbeit" der DDR- Staatsorgane,
die Angst der Oberen, dass sich die Menschen selbst umfassend
über die Welt und in der Welt informieren, Dogmatismus und wirtschaftliche Ignoranz u.a. für
einen sozialistischen Staat nicht akzeptabel und extrem schädlich. Zu
DDR- Zeiten wurden diese Dinge von vielen Menschen oft
kritisiert, der Versuch einer Änderung kam erst, als es zu spät war! Die
Orientierung breiter Kreise innerhalb der DDR auf "Gorbatschows
Reformen" war eher eine verzweifelte Hoffnung, denn eine reale Chance.
Nur wenigen DDR- Bürgern war die wahre politische Situation in der UdSSR
und das Fehlen eines wirkungsvollen sozialistischen Ökonomie- Programms
bekannt.
Fakt ist, dass ein übergroßer Anteil
derer, die sich für den Staat DDR engagierten, dank ihrer Urteilskraft und Kompetenz
schon gegen Ende der DDR- Zeit und vielmehr Jahre danach selbst in
der Lage ist, Recht und Unrecht, Gutes, Mangelhaftes und Unerträgliches
mit Sachlichkeit und Augenmaß zu differenzieren. Es braucht dazu keiner
Belehrungen oder Anschuldigungen durch Leute, die von Alledem keine
Ahnung haben, nicht dabei gewesen waren oder heute bei ihrem
politischem oder Arbeitnehmer- Kariere- Trip mit staatstragend gefiltertem
Gedächtnis unterwegs sind. Für ältere Ostdeutsche bedarf es jedenfalls
keiner gelenkter Medienkampagnen, die Menschen haben ihren Verstand nicht verloren.
Man könnte die permanenten Anti-
DDR Diskussionen als älterer, nunmehr ca.20 Jahre "geschulter" BRD-Neubürger verdrängen, wenn nicht
mit der initiierten "Wertschätzung" des Staates DDR
pauschal und ohne Differenzierung auch
alle Inhalte der Tätigkeit der
Menschen in diesem Staate diskriminiert oder verurteilt würden! Auch
die "Lebensleistung der in der
DDR aufgewachsenen Bürger" und viele erhaltenswürdige
Strukturen und Praktiken erhalten damit auch heute immer noch
bzw. verstärkt wieder a priori eine Auffrischung dieses Negativ-Stempels!
Aber auch für die jüngere Generation
der heute 18- 40 jährigen, die bewusst erst zu BRD- Zeiten aufwuchs,
sind alle Facetten des praktizierten Neoliberalismus mit seiner
zunehmenden Marktradikalisierung, der schleichenden Demontage
des Sozialstaates, der Privatisierung aller Bereiche des Lebens bis
hin zum Gesundheitswesen und zur Bildung und die wachsende soziale Kluft
zwischen der Masse der einfachen Menschen und der Kaste der Reichen
und Eliten für das heutige Staatssystem Wertung genug. Auch
diese Menschen haben genug Verstand und Würde, um genau zu
differenzieren.
Zum Thema "Lebensleistung der in der
DDR aufgewachsenen Bürger" :
Das Selbstverständnis und die
Wahrnehmung der Lebensleistung sind ein enorm wichtiger Bestandteil des
Selbstwertgefühls und der öffentlichen Stellung eines Menschen! Man kann
dazu den deutschen Philosophen Hegel heranziehen, der bereits zum
Schluss kam-
.. ohne Anerkennung keine
Freiheit, kein selbstbewusstes Ich, keine Selbstverwirklichung - kein
Glück.
Die
Anerkennung der Lebensleistung eines Menschen, seines Lebenswerkes spielt
besonders für ältere Menschen eine wichtige Rolle. Versuche, einem
Menschen den Wert seiner Lebensleistung abzusprechen oder diese
geringzuschätzen, stellen eine Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte dar.
Sofern dabei die Herkunft zwischen Ost und West zusätzlich wesentlichen
Einfluss hat, stellen sie auch eine Verletzung des
Gleichbehandlungsgrundsatzes dar.
Die Frage der Lebensleistung geht daher
weit über das Thema der Überleitung der Anwartschaften und der Renten in
Ostdeutschland auf die Bundesrepublik Deutschland hinaus. Es geht hier
auch nicht um bestehende Ausnahmen, Ungerechtigkeiten und Lücken im
Rentenrecht. Aus der Wahrnehmung der
Lebensgewohnheiten der Deutschen in Ost und West wird offensichtlich, dass
neben vielen anderen Besonderheiten und typischen Spezifika, die sich im
Zusammenleben der Menschen unter unterschiedlichen Bedingungen in 40 Jahren entwickelten,
die "Traditions- Pflege" der Geschichte ihrer Betrieb und Einrichtungen in den
neuen Ländern eine spezielle Rolle spielt. Menschen legen dort
besonderen Wert auf die Würdigung der Rolle und Leistungen in ihren ehemaligen
Arbeitstätten, wo Betriebsklima, Zusammengehörigkeitsgefühl und
Kollegialität gut entwickelt waren, wo man sich im
Arbeitsprozess wohl fühlen konnte und Freude empfand, etwas geschaffen zu haben.
Viele
Mitarbeiter von DDR- Betrieben und -Einrichtungen blicken heute auf mehr als
50 Jahre seit Gründung ihrer ehemaligen Wirkungsstätten zurück, die oftmals im Zuge
einer neuen Strukturpolitik ab 1956 gemäß den Direktiven des zweiten Fünfjahrplanes der DDR
geschaffen wurden. Im Bereich von Robotron wurde z. B. am 01.April
1957
vor 52 Jahren der wissenschaftliche Industrie- Betrieb ELREMA in Karl- Marx-
Stadt/
Chemnitz gegründet. In Dresden würdigte eine Jubiläumsversammlung die Schaffung des
(Dresdner) Zentrums für Forschung und Technik (ZFT) vor 40 Jahren am 01. 04. 1969. Bei derartigen Treffen wird deutlich, dass das Lebensalter und Chancen am Arbeitsmarkt diese Menschen in
zwei Gruppen teilen - Menschen, deren professionelles Lebenswerk etwa 1990
endete und Menschen, die die Chance fanden oder sich gestalteten, ein
zweites Berufs- Leben nach 1990 zu führen. Sie vereint der Stolz und
die Genugtuung auf das in der DDR- Zeit Geleistete. Sie unterscheidet, dass
man nach 1990 ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln konnte oder musste - als
weitgehend Außenstehender oder als beruflich wieder Aktiver. Letztere hatten
übrigens oft gute
Möglichkeiten, analoge Prozesse, Managementstrukturen, Bildungsniveau
und Leistungsfähigkeit ihrer westdeutschen Kollegen zu vergleichen... .Die
Gruppe der
nach 1990 nicht mehr in den Arbeitsprozess tätigen Menschen
kennen oftmals nur die äußere Facette des neuen Wirtschaftslebens, die
"Performance" dieser Wirtschaftsprozesse wird oft
überbewertet. Sie erleben die Innenseite der Wirtschaft und die
Leistungskraft besonders im Bereich Forschung und Entwicklung nicht und können
daher auch schwer die Erkenntnis gewinnen - "die kochen auch nur mit
Wasser". Sie erfahren nicht direkt in ihrer Berufspraxis, dass es in der heutigen
Marktwirtschaft besonders wichtig ist, "hohe Qualität und faire Preise" eines
Produktes oder einer Leistung gut zu "verkaufen".... . Die Lebensleistung der Beschäftigten der DDR- Betriebe
war in der Regel durchaus mit der von BRD - Firmen direkt vergleichbar,
allerdings waren gewisse Marketing- Gepflogenheiten in der DDR unbekannt...
.
In den "neuen" Ländern hat die
Erinnerung der älteren Menschen an ihr "erstes professionelles Leben" einen besonderen Stellenwert. Sie stellen sich neben
dem Streben nach Gemeinschaft und Geselligkeit intuitiv oder bewusst
gegen die nach wie vor praktizierte Missachtung oder Geringschätzung ihrer
Lebensleistung. Hunderte "Kollektive" schreiben ihre
Geschichte auf, gestalten WEB- Seiten, sammeln historisches Material und
organisieren Jubiläen des Bestehens ihrer ehemaligen Wirkungsstätten.
Auch Fernsehen und Rundfunk Ostdeutschlands widmen sich derartigen Themen.
Den Menschen
im Osten geht es um die faire Bewertung ihres Lebens, ihrer Leistungen und vorrangig
ihrer beruflichen Erfahrungen. Eine rein materielle Sicherheit
macht einen Menschen nicht froh, wenn ihm die Anerkennung dessen, was er
geleistet hat bzw. zu leisten vermag, versagt wird, fehlt! Es ist darüber hinaus ein untaugliches Unterfangen,
die Wertung der Lebensleistung mit dem Stempel
"erbracht in der DDR"
zu versehen. Eine Darstellung dieser Art soll bereits den Stempel der
Zweitklassigkeit implizieren.
Wer eine derartige Klassifizierung
seiner Lebensleistung
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"Erbracht im "Unrechtsstaat" DDR"
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akzeptiert, akzeptiert auch alle
Facetten der heute noch praktizierten Zweiklassengesellschaft.
Eine
Gleichbehandlung der Menschen schließt auch die Menschen ein,
die ab Einigungsvertrag BRD- Bürger wurden.
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Mit dem Namen von
A.N.Kossygin
(UdSSR- Ministerpräsident von 1964 bis 10/1980- der Blütezeit der
Entwicklung des ESER) , war der weitest reichende Ökonomie- Reformversuch in
der UdSSR verbunden, der allerdings weitgehend in den Dogmen des
sowjetischen Ökonomie- Modells steckenblieb;
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Hans
Kalt "In Stalins langem
Schatten" ( Zur Geschichte der Sowjetunion und zum Scheitern des
sowjetischen Modells) 2. Auflage 2010; ©PapyRossa VerlagsGmbH & Co. KG; ISBN
978-3-89438-434-0 ;
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siehe
Egon Krenz,
"Herbst '89", Seite 73 u.f. ; ISBN 978-3-360-01806-9
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