Zentraleinheiten
 
 
Beiträge zur DDR- Geschichte des EinheitsSystem der Elektronischen Rechentechnik (1968-1990)
 
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Die vorangegangenen Abschnitte berichteten:

 

  • Von der Entwicklung  der Computertechnik  in den USA und deren Verbündeten waren die DDR und die anderen RGW-Staaten abgeschnitten. Warenlieferungen, Wissenstransfer und Lizenzvergaben unterlagen dem durch die NATO-Staaten und Japan verhängten Embargo.
  • Die Länder der MRK - Vereinbarung versorgten ihre Staaten ungeachtet dieser Vorgehensweise ca. 15 Jahre mit EDVA. Die ESER- Maschinen der DDR waren dabei immer im Spitzenfeld der Technik und Leistung>15 Jahre erfolgreiche Beteiligung der DDR ESER
  • Eine Besonderheit der Robotron-EDVA ab Modell ES 1055 war die Möglichkeit, in die Zentraleinheit einen nach dem Pipelineprinzip arbeitenden Matrixmodul zu integrieren, mit dem zweidimensionale Felder von Operationen miteinander verknüpft und die Leistung der Maschine dabei um bis zum 50fachen erhöht werden konnte.Robotron versuchte damit, den extremen Bedarf an Super-Rechnern anteilig zu decken.
  • Die in Produktion übergeleiteten Maschinen sind als Produktdatenblätter (s.u.) verfügbar.
  • anhand der umfangreichen beschreibenden Artikel von Top- Spezialisten zu den drei Architektur- Generationen kann gut nachverfolgt werden, wie diese EDVA sich entwickelten
  • Die EDVA mit der größten Fertigungsstückzahl war die EC 1055M- eine Maschine der Reihe 2 , die viele neue Mikroelektonik- Effekte nutzte. Ein Highlith war der Matrix- Modul EC1055.C003, ein sehr erfolgreiches Spezialrechenwerk .
  • Die letzte erfolgreiche EDVA war die EC 1057- eine Maschine der Reihe 3. 1987 wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt>>vorwortEC1057_rd.
  • Die Arbeiten an der Nachfolgeanlage EC 1150 werden auf der Unterseite Vorlaufarbeiten ausführlich beschrieben.

 

Die "Geschichte" der EDVA- Entwicklungen ist eine Geschichte von maximaler Gestaltung und Verwertung einer bestmöglichen konstruktiv- technologischen Basis , eine Geschichte im Wettlauf mit den letzten Möglichkeiten der Verwertung neuester, immer kompakterer Bauelemente. Die Geschichte führte uns entlang einer erprobten Architektur. In die Schaffung ihrer ersten Generation/360 hatten die IBM laut "Fortune" ca. 5 Mrd. $ investiert.. .

An den konkreten Beschreibungen/s.u. wird noch einmal deutlich: die Systemspezialisten, Logikentwickler, Konstrukteure und Technologen von Robotron, speziell der ESER-ZE-Produktlinie, nahmen in 3 Generationen EDVA- Geschichte immer den (!) Platz in der technologischen Kette ein, der wichtig für die maximal mögliche Wertschöpfung einer Zentraleinheit war. Anfangs waren für EC 2640 als dem Haupt- Produkt ca. 6 Logikschränke mit Dutzenden Paneelen und hunderten Elektronik- Steckeinheiten, sowie die Konstruktions- und Prüfunterlagen für alle Leiterplatten, Kabel, Rückpaneele usw.nötig. Für die geplante EC 1150 waren bei ca. 50 facher Komplexleistung ca. 1 Elektronik- Schrank, aber dafür u.a. ca. 50 Verbindungs- Maskensätze von U5300- SK und andere Unterlagen völlig neuer Technogieebenen erforderlich, die die Mikroelektronik- Entwicklung als Motor und als Basis mit sich brachte. E2 wurde Teil eines Entwicklungsteams von LSI- Schaltkreisen, die schöpferische Leistung des neuen Arbeitsbereiches mußte enorm steigen.

 

Dieser Weg zwang perspektivisch geradewegs zu anderen Formen der internationalen Arbeitsteilung, als sie im RGW möglich waren, bzw. zur internationalen Öffnung ...

 

Zusätzliche Infos:

 

  • 5/1985 wurde DDR- seitig die 1000. ESER- Anlage der DDR an die UdSSR exportiert( Anwender : Baltische Werft in Leningrad );
  • 5/1984 waren bereits über 30 Matrixmoduln an die UdSSR geliefert (über 90% der Produktion gingen in die UdSSR )
  • 11/1988 zur DDR-Nationalausstellung in Moskau war die EC 1057 vielbeachtetes Exponat

  • Anfang der 90er waren in der UdSSR ca. 15.000 ESER–Mainframes im Einsatz,darunter noch ca. 800 EDVA aus DDR- Lieferungen
  • Im Zeitraum 1990-1995 verkaufte IBM bzw. IBM-Partner in Russland ca. 500   IBM-EDVA -viele davon second hand-zwecks Weiterführung laufender Anwendungs-Projekte
    • die IBM-Kompatibilität des E/A-Interfaces und die volle logische Kompatibilität ermöglichte eine problemlose Aufwertung oder den Tausch der Systenperipherie durch Importeprodukte.
    • die Programm-Kompatibilität auf Niveau /370 ermöglichte der enormen Zahl der ESER- Anwender in der UdSSR einen problemlosen Einsatz/Ersatz der Original- IBM-Betriebssysteme bei vollem Erhalt der Anwendungslösungen und /oder Migrationen auf IBM Prozessoren.
  • Die o.g. überwältigend günstigen systemtechnischen Voraussetzungen für IBM-Importe waren der Grund, dass alle nichtkompatiblen Angebote, z.B.   BS2000, keine realen Chancen im Export in den Ostblock hatten .

 

Hier sind ( teilweise umfangreiche) Artikel und Produktblätter zu unseren ESER - EDVA digital erfasst und zusammengestellt , in der Artikelübersicht finden Sie diese z.T. auch als .pdf, sowie die Namen der Autoren. :

 

Artikel

 

 

 

Produktblätter

 


 

 

 

 

 
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