Der internationale Vertragsrahmen
DDR-Teil 
Beiträge zur DDR- Geschichte des EinheitsSystem der Elektronischen Rechentechnik (1968-1990)
Rechentechnik der DDR im ESER Der internationale Vertragsrahmen Arbeitsumfeld des ESER in der UdSSR Arbeitsumfeld des ESER in der DDR
Produkte und ROBOTRON-Teams Chancen nach 1990 Beiträge Zeitraum 2009-2013  
 

Organisation der Zusammenarbeit

Anmerkungen zur MRK- Spezialisierung

Kooperation mit UdSSR-Spezialisten aus aktueller Sicht

 

Internationaler Vertragsrahmen zur Rechentechnik

 

Der Abschluss des Mehrseitigen Regierungsabkommens zur Entwicklung, der Produktion und des Einsatzes eines einheitlichen Systems der elektronischen Rechentechnik (ESER) im Dezember 1969 bedeutete für die Gründungs-Länder VR Bulgarien, Ungarische VR, DDR, VR Polen und UdSSR (später SR Rumänien und R Kuba) die Schaffung eines virtuellen Rechentechnik- Konzerns. Diese Sternstunde ermöglichte nicht nur die Konzentration enormer Manpower- Ressourcen im Ingenieur-, Software- und Technologiebereich, der Produktion und Anwendung auf abgestimmte Ziele .Sie vereinte ab 1975 etwa 300.000 Menschen. In allen Teilnehmer-Ländern wirkte die Marktperspektive UdSSR als mächtiger Investitionsmotor in Technologien und Produktionsprofile.

Das Regierungsabkommen begründete eine eigenständige internationale Organisation, die sich in ihrem Status und in den Verbindlichkeitsregelungen ihrer Beschlüsse grundsätzlich und äußerst positiv von den weitgehend unverbindlichen Praktiken der RGW- Arbeit unterschied.

Gleichzeitig definierte das ESER- Abkommen in der UdSSR innerhalb ihrer "Multi- Architektur- Landschaft der 70-er " ) Prioritäten von höchster nationaler Tragweite und gab dem UdSSR- "Ministerium für Radioelektronik" grünes Licht und enorme Macht für eine weittragende Systempolitik. (siehe auch Gesamt- Geschichte und Hauptrichtungen  Rechentechnik  der UdSSR ).

Mit der ESER- EDVA EC 1040 -einer Spitzenleistung der DDR- Fachleute- begann die erfolgreiche Arbeit der DDR im Rahmen des ESER, seiner Spezialistenräte, des Rates der Chefkonstrukteure, der Mehrseitigen Regierungskommission ... Von den Grundstrukturen der internationalen Kooperation soll dieser Teil berichten.

 

Das Modell ROBOTRON EC 1040/ Zentraleinheit EC 2640 wurde im März 1973 auf der Leipziger Messe und 4/73 auf der ESER – Ausstellung in Moskau der Öffentlichkeit vorgestellt. Spezialisten des damaligen "wissenschaftlichen Industriebetriebes VEB Elektronische Rechenmaschinen Karl-Marx- Stadt " (ELREMA), danach "VEB Robotron Zentrum für Forschung und Technik, Fachgebiet Geräte Karl Marx- Stadt" (Chemnitz) hatten sie entwickelt, Dresdner Facharbeiter im neuen Hauptwerk von Robotron gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern produziert. EC 1040- EDVA waren zu ihrer Zeit die zuverlässigsten und lange Zeit auch leistungsfähigsten ESER- Mainframes aus der Serienproduktion! Auf ihre "Zuteilung" gab es in der Plankommission der UdSSR eine Warteliste.

Aufbauend auf einer hohen Qualität und Zuverlässigkeit sowie exakter Liefertreue und der Verfügbarkeit ihrer Komponenten aus DDR- Aufkommen ermöglichte diese Technik mit ihren 4 Nachfolgern hohe Exportrentabilität und sollte über 15 Jahre ein gewichtiger Baustein für die Volkswirtschaft der DDR sein und das Wirken vieler tausender hochqualifizierter und motivierter Menschen bestimmen.

 

ESER hat aber über diese relativ bescheidene nationale Dimension eine weit größere internationale Bedeutung. Darüber will dieser Abschnitt mehr Details anbieten

 
 
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